PCOS und Behaarung bei Frauen: Alles, was du über Hirsutismus wissen muss
Oh nein, lästige Haare. Hast du sie auch genau dort, wo du sie wirklich nicht haben willst – am Kinn, unter der Nase oder um die Brustwarzen herum? Bei Frauen mit polyzystischem Ovarialsyndrom treten häufig Haare an „männlichen” Körperstellen auf; dieses Phänomen wird als Hirsutismus bezeichnet.
PCOS und Hyperandrogenismus
Das polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS) ist eine häufige Hormonstörung, von der 10% der Frauen im gebärfähigen Alter betroffen sind. PCOS kann Frauen ab der Pubertät begleiten-
Es gibt mehrere Phänotypen des Syndroms, darunter die Typen A, B und C, bei denen Hyperandrogenismus auftritt – ein Überschuss an männlichen Sexualhormonen. Mehr über PCOS und seine Phänotypen erfährst du hier.
Hyperandrogenismus ist ein Überschuss an männlichen Sexualhormonen, der zu deutlichen Veränderungen am Körper führt, von starker Behaarung an Stellen, an denen Frauen normalerweise keine Haare haben, bis hin zu Akne und fettiger Haut.
Zu den Symptomen von Hyperandrogenismus gehören:
- androgene Alopezie: die häufigste Form des Haarausfalls, bei der das Haar am Oberkopf und an den Seiten dünner wird,
- Akne und fettige Haut,
- übermäßige Behaarung oder Hirsutismus.
Was ist Hirsutismus oder übermäßige Behaarung?
In der Literatur wird Hirsutismus als eine erhöhte Menge an Terminalhaaren an Stellen beschrieben, an denen Haare meist nur bei Männern vorkommen. Er tritt bei Frauen mit PCOS auf und ist eines der Hauptsymptome von Hyperandrogenismus.Hirsutismus ist die häufigste Ausprägung von Hyperandrogenismus bei Frauen mit PCOS, da er bei 60 bis 70% der Patientinnen auftritt. In der Allgemeinbevölkerung tritt Hirsutismus bei 4 bis 11% der Frauen auf.
Wie kann man Hirsutismus oder übermäßige Behaarung behandeln?
Hirsutismus ist ein Symptom und keine Krankheit, daher ist keine Behandlung erforderlich. Allerdings kann sein Vorhandensein dein Selbstbild und deine psychische Gesundheit stark beeinträchtigen, daher ist es gut, wenn du weißt, wie du Hirsutismus lindern oder sogar verhindern kannst.
Um die Symptome zu lindern, muss die Hauptursache – Hyperandrogenismus – beseitigt werden. Dadurch verbessert sich nicht nur die Behaarung, sondern auch die reproduktive Gesundheit und mögliche Stoffwechselprobleme.
Vor der Behandlung sollst du auch wissen, dass:
- Hirsutismus nicht heilbar ist und daher eine Langzeitbehandlung erforderlich ist,
- du mehrere Monate auf sichtbare Ergebnisse warten muss,
- die Behandlung auf dich und deine Erwartungen zugeschnitten sein muss,
- du dabei von einer Fachperson unterstützt und überwacht werden muss.
Für die Behandlung empfehlen wir einen doppelten Ansatz – kosmetisch mit der Entfernung der Haare an sichtbaren Körperstellen und pharmakologisch mit Produkten für den Hormonhaushalt, die die Ausschüttung und/oder Wirkung männlicher Sexualhormone verringern.
Wir empfehlen dir, dich mit deinem Arzt über geeignete pharmakologische Produkte zu beraten.
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